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Aktuelles für Sie gelesen! Das Aus für Gingko Präparate! Queulle: KVH aktuell Jhrg.15 März 2010 Weit über 3000 Senioren wurden durch ein amerikanisches Institut untersucht, um die Wirkung eines Gingko Präparates auf die geistige Entwicklung alter Menschen zu erforschen. Nach 6 Behandlungsjahren ist das Ergebnis ernüchternd. Die Mittel, die von der Werbung quasi als Schutzschirm fürs Gehirn dargestellt werden, verhindern den geistigen Abbau oder leichte Demenzen ebenso wenig wie Plazebo.
Kann die neue Untersuchungstechnik PET-CT (F18 Flourethylcholin) die Diagnostik des Prostatakarzinom verbessern? Quelle: Thomas Steuber et al. Eur J Cancer, 2009 Dec 5 Ziel der Studie war, die Wertigkeit der PET/CT vor radikaler Prostatektomie zu überprüfen. Kommentar: Das PET/CT gilt als etablierte und sinnvolle Ergänzung bei verschiedenen onkologischen Erkrankungen. Nach Durchsicht der vorliegenden Studien liegt nur eine unzureichende Datenlage zum prätherapeutischen Staging beim Prostatakarzinom vor. Es fand sich eine Sensitivität von 64% allerdings bei Metastasen von einer Größe von 15 mm. Diese sind aber auch sich im normalen CT zu erkennen. Schlussfolgerung: Unter Berücksichtigung der Datenlage kommen auch aktuelle nationale und internationale Leitlinien zu dem Schluss, das cholinbasiertes PET-CT als experimentelles diagnostisches Verfahren gilt. Eine kommerzielle Anwendung, dessen finanzielle Last derzeit vom Patienten getragen wird, erscheint bei fehlender Aussagekraft sowie limitiertem therapeutischen Nutzen fragwürdig. Zukunft: Zur Zeit werden alternative Tracer als das F18 Flourethylcholin erprobt. Vielleicht kann dann die PET diagnostik auch beim Prostatakarzinom verwendet werden.
Intermittierende (Therapiepausen) anti-androgene Therapie bei lokal fortgeschrittenen und metastasierten Prostatakarzinomen: Ergebnis einer randomisierten Phase-III-Studie der südeuropäischen uro-onkologischen Gruppe Quelle: Da Silva et al., European Urology 2009, 55: 1269-1277 übermittelt von der Martini-Klinik Hamburg Prof. Huland Frage: Ist eine intermittierende Therapie mit einer kürzeren Zeit bis zur Progression (fortschreiten) verbunden? Schlussfolgerung Fazit der Studie war, dass das progressionsfreie Überleben durch eine kontinuierliche Hormontherapie verbessert werden kann, das Gesamtüberleben jedoch aufgrund der kardiovaskulären Nebenwirkungen einer kontinuierlichen Hormontherapie nicht positiv beeinflusst wird. Die Autoren schlussfolgern, dass die Therapie gleich effektiv ist, dass aber aufgrund des verbesserten Nebenwirkungsspektrums und natürlich auch aufgrund ökonomischer Gesichtspunkte eine intermittierende Hormontherapie in der Routinetherapie berücksichtigt werden soll. Dezember 2009
Erstmalig steht ein Wirkstoff Dapoxetin (Priligi®) zur Behandlung der Ejakulatio präcox zur Verfügung. Erprobt wurde der Wirkstoff weltweit an über 6000 Patienten. Das Medikament wird 1-2 Stunden vor Geschlechtsverkehr eingenommen. (Dosierung 30mg oder 60mg). Nebenwirkungen: ca. 20% Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Durchfälle. Diese traten meistens bei der 60 mg Dosierung auf. Meine Empfehlung: der Patient sollte zunächst die Dosierung 30 mg wählen. Autor: Dr. Beerboom für Sie recherchiert. Juni 2009
die Physicians "Health Study II" ist eine randomesierte, doppelblinde und plazebobokontrollierte Studie an 14614 über 50jährigen US-Ärzten. Ende der Studie 2007. Über eine mittlere Laufzeit von 8 Jahren wurde berichtet. Dosierung: Vitamin E jeden 2.Tag 400 E; plus tgl. 500mg Vitamin C. Eine weitere Studie "Select-Studie" wurde tgl. 400 E Vitamin E + 200µg Selen gegeben. Mittlere Beobachtung 5,46 Jahren. Fazit: Beide Studien kamen zu dem selben Schluß: die antioxidativen Vitamine C und E und Selen sind nicht geeignet zur Verhinderung eines Prostatakarzinom. Quelle: Der Arzneimittelbrief Ausgabe April 2009
Zusammenfassung: Nach sieben bis zehn Jahren Follow-Up ist die prostatakarzinomspezifische Todesrate sehr gering und war in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich.
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